Letzte Vorbereitungen für den Mozart 100

 

Wie ihr festgestellt habt, beschäftigt mich mein erster “Hunderter” doch ein wenig. Die letzten Wochen waren voller Tests – Hauptsächlich Ausrüstung und Essen betreffend, Lauftechnik und Lauftraining ist ja eh immer dabei.

 

Aber – das habe ich beim Tauchen gelernt – eine ordentliche Vorbereitung ist für den Event sehr wichtig – zumindest für mich. Vor allem mental, die paar Wettkämpfe, bei denen vorm Start oder beim Lauf dann irgendwas nicht so geklappt hat wie geplant, sind mir noch in schlechter Erinnerung. Und 100 km (sorry – es sind natürlich wesentlich mehr: 103,89 ) sind kein Spaziergang.

 

Ich habe schon vor Wochen eine Packliste hier gepostet – mehr für mich (Packliste für Ultraläufe ), heute war der Packtag, da ich die nächste Woche leider beruflich viel unterwegs bin und keine Zeit mehr habe, das in Ruhe zu machen.

 

Zuerst mal der Inhalt des Rucksackes (abseits der Verpflegung)

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Links meine “Notfalls-FiveFinger” inkl. Zehensocken. Ich darf ja, wie erwähnt, mit einer Ausnahmegenehmigung in meinen Challa-Sandalen laufen unter der Auflage, Ersatzschuhe mit zu führen. Auch ohne diese Auflage hätte ich die FiveFinger mit, die Erfahrung hat gezeigt, das das nicht so schlecht ist. Verpackt werden sie in einem Sack und sind damit recht klein vom Packmaß. Die Säcke habe ich bei Amazon gekauft – sind sehr praktisch, nicht nur fürs Laufen:

Darunter das Metronom, ohne dem ich nicht mehr laufe. Daneben ein Plastik Regenponcho – der wiegt nichts, braucht keinen Platz und hilft bei plötzlichen Gewitter oder Ähnlichem. Darin verpackt ein paar Traubenzucker für Notfälle – bisher habe ich die mehr für andere Läufer als für mich gebraucht Zwinkerndes Smiley

 

Das Erste Hilfe Paket hat mir auch schon gute Dienste geleistet – 3 Zehenpflaster, die auch auf verschmutzer und verschwitzter Haut halten, eine Wundauflage, eine Kompresse, Leukoplast und die wichtige Rettungsdecke. Alles wasser- und staubdicht verpackt.

 

50 EUR für den Notfall (Taxi, Essen, Shoppen, keine Ahnung….)

 

Das kleine schwarze Ding am Geldschein ist der Temperatursensor, der ganz unten in den Rucksack kommt.

 

Darunter (schlecht zu sehen) meine Regenjacke (klein verpackt) und die Stirnlampe mit Ersatzbatterien (kommt auch in ein Sackerl)

Die Regenjacke kommt entweder in den Dropbag für Fuschl oder gleich mit. Die Stirnlampe wird in Fuschl auf mich warten und mich von dort nach Salzburg begleiten.

 

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Strom ist wichtig – daher kommt ein großer Akkupack und ein kleiner in die Dropbag für Fuschl inkl. Kabel für die Fenix 5 und das Handy. Aus der Erfahrung wird das Handy wahrscheinlich durchhalten (im Stromsparmodus), die Fenix werde ich voraussichtlich 2 x laden müssen. Der Plan ist jeweils in Fuschl eine etwas längere Rast zu machen (15 Min oder so) und dabei zu laden – im Notfall geht das Akkupack mit auf die Reise

Daneben Ladegerät für die GoPro Batterien – hier müssen die 3 Akkus reichen

 

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Neben dem Rucksack habe ich meinen Hüftgurt – dient als Stockhalterung und Startnummernhalterung. Dort kommt der Trinkbecher (hab ich vom Burgendland Extrem), das Handy im Plastiksackerl, die GoPro (im Plastiksackerl) und ein paar Visitenkarten für die Leute, die fragen, ob man in Sandalen laufen kann ….

 

Nicht im Bild die Stöcke, die Laufhose, das Laufleiberl und mein Kopftuch.

Weiters sind im DropBag für Fuschl ein Ersatzleiberl, ein langes Leiberl, sogar ein Pullover für den Notfall und – weil sie mir in die Hände gefallen sind – meine dünnen Handschuhe…

 

Den meisten Platz nimmt die Verpflegung ein. Ich bin hier sehr gerne autonom und unabhängig von den Verpflegungsstellen.

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Plan 1 ist, für jedes Drittel (Salzburg Fuschel, Fuschl-Fuschl und Fuschl-Salzburg) 2 x 0,75 l von meinem Zaubertrank mitzunehmen.

Ergibt 6 leere Flaschen, 6 x Red Bull Lime, ChiSamen, Salz und 6 x Perpetuem von Hammer Nutrition – empfohlen von Elisa von Traildog . Hat mich begeistert, ist geschmacklich sehr gut, nicht zu süß und eher cremig/fett (schwer zu beschreiben) Auf jeden Fall besser als alles, was ich an Pulvern bislang gekostet habe.

Fehlen tut hier noch stilles Wasser (ich vertrage leider  kein “fremdes” Leitungswasser) und FitRabbit (das ist das Rote Rüben Konzentrat)

Im blauen Gefäß kommt dann das Red Bull rein, gemeinsam mit dem Perpetuem und dann wird solange gerührt, bis die Kohlensäure draussen ist.

In jede Flasche kommen 2 Esslöffel ChiSamen, dann die Red Bull Mischung, ein FitRabbit und dann wird mit Wasser aufgefüllt.

Am nächsten Morgen kommt dann 1-2 Teelöffel Salz dazu (Gibt man das gleich dazu, verschwindet es sofort in den ChiSamen und schmeckt extrem versalzen)

Klingt extrem, schmeckt besser als es aussieht und hilft mir. Ich habe auch das Gefühl, das die Chiasamen die Inhaltsstoffe langsamer abgeben und damit länger halten.

 

Natürlich habe ich im Rucksack die Wasserblase mit 1,5 Liter…

 

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Zu guter Letzt meine Salz/Mineral/Zuckertabletten und ein paar Riegel. Die ganz links sind recht lecker, weil sehr salzig… Riegel werde ich eher weniger mitnehmen, der Großteil wird in Fuschl warten, die gibt es ja an den Verpflegungsstationen…

 

Im Koffer sind  noch Vaseline und Sonnencreme für vorher und die Kompressionsstrümpfe für nachher.

 

Auch die Route ist bereits downgeloaded und auf der Uhr gespeichert, ev. drucke ich mir noch die Liste der Verpflegungsstationen aus und laminiere sie mir – so als Zwischenziel…

 

Freu mich schon auf Freitag, da werde ich einige Freunde und Bekannte beim Racebriefing treffen und einige davon dann auch am Samstag um 05:00

 

Und mal sehen, vielleicht gebe ich Updates während des Laufes auf Facebook – ist aber noch nicht sicher…

 

(Und – wenn Dir was auffällt, was ich vergessen haben könnte, bitte um eine Nachricht !)

Veröffentlicht in Marathon

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