4 Tage voller Chi

Chi (oder richtigerweise eher Qi) bedeutet Energie – die Energie, die wir beim ChiRunning frei durch unseren Körper fließen lassen.

Und diese Energie war bei der ChiRunning Instructor Ausbildung, die von Donnerstag bis Sonntag im deutschen Freiburg stattgefunden hat, sehr deutlich spürbar.

 

18 angehende Instruktoren aus der ganzen Welt – von Japan, Indien bis hin zu Deutschland und vielen anderen Ländern sind gekommen, begleitet von 13 “fertigen” ChiRunning Instructoren (so wie ich) – vom “normalen” Instructor bis zum Master Instructor. Und – als ganz besonderes Highlight dieser Ausbildung: Geführt und geleitet wurde sie von Danny Dreyer persönlich, unterstützt von seiner Frau Katherine.

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Die Ausbildung zum ChiRunning Instructor ist weltweit standardisiert – 3 Monate Selbststudium zu Hause, begleitet durch mehrere LiveMeetings mit dem Master Instructor, der die Ausbildung leitet. 3 Monate, in denen die Kandidaten ihre ersten “Opfer” schulen (kostenlos natürlich) und den Schulungsablauf lernen. Dann die (sehr intensiven) 4 Tage, gefolgt von einer Videoaufnahme einer Schulung und einer Videoanalyse des eigenen Laufstils.

 

Begonnen hat mein Wochenende allerdings schon am Mittwoch – für die Teilnehmer, die noch keinen ChiRunning Kurs besucht haben, hat Danny einen 2 Stunden Kurs abgehalten. Auch für uns Instructoren, die für die jährliche Rezertifizierung einen Workshop bei einem Master Instructor besuchen müssen.

 

Für mich war dieser Workshop unglaublich genial – wenn Dir Danny in 2 Stunden den Stoff, den du an sich sehr gut kennst, mit dem Du dich schon jahrelang beschäftigst – klar, logisch aufgebaut und gut strukturiert erzählt, bringt das eine völlig neue Sicht und Klarheit der Dinge.

 

Das Besondere am ChiRunning ist nämlich nicht, das Danny ein völlig neues Laufen “erfunden” hat. Um ehrlich zu sein ist die Lauftechnik von ChiRunning der von POSE oder Gentle Running im Prinzip sehr sehr ähnlich. (Was irgendwie logisch ist, da der Körper bei jedem Mensch gleich aufgebaut ist und es damit nur eine “richtige” Art des Laufens geben kann, basierend auf den Gelenken, Muskeln und Sehnen.)

Das Besondere am ChiRunning ist, das Danny sich seit vielen Jahren damit beschäftigt, wie er diese Lauftechnik optimal übermitteln kann. Wie ich mich stufenweise weiter entwickeln kann, meine Lauftechnik effizienter gestalten kann.

 

Und vergleicht man das ChiRunning Buch aus 2010 mit dem Skriptum meiner Trainerausbildung aus 2015 und dem jetzigen Skriptum, dann sind zwar die Inhalte ident, in vielen Details aber wesentlich klarer und einfacher.

 

Ablauf der Schulung

Die praktische Ausbildung läuft sehr gut strukturiert ab. Das Skriptum besteht aus 13 Kapitel. Jedes Kapitel wurde zuerst von Danny persönlich (Kapitel 1-6) bzw. einem der Instructoren vorgetragen

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Danach haben die Studenten sich in – jedesmal unterschiedliche – Zweiergruppen aufgeteilt und zu einem der Instructoren (jedesmal ein anderer) begeben.

Dann hat Student 1 das Kapitel Student 2 gelehrt

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Um vom beobachtenden Instructor und seinem “Schüler” danach Feedback zu bekommen

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Und danach das selbe Kapitel von Student 2 gelehrt zu bekommen.

 

Dadurch wird jedes Kapitel 3 x durchgenommen und die Studenten erhalten von den unterschiedlichen Instructoren unterschiedlichste Aspekte des Feedbacks.

Für mich war das keine Arbeit sondern ein echtes Vergnügen zu sehen, wie die Studenten sich von Lektion zu Lektion entwickeln und besser werden.

 

Auch ich hatte das Vergnügen und die Ehre, ein Kapitel vortragen zu dürfen – um ehrlich zu sein: Vor Danny zu lehren hat schon was spannendes Zwinkerndes Smiley

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(im Hintergrund Katherine, Danny und Journey, die Tochter von Danny, die ebenfalls die Ausbildung gemacht hat)

 

Neben den Lektionen gibt es in den 4 Tagen 2 Tests (bei denen ich froh war, sie nicht mehr machen zu müssen Zwinkerndes Smiley ) und am Ende muss jeder Student noch eine Lektion vor er ganzen Gruppe vortragen.

 

Eine kleine Überraschung habe ich auch erlebt:

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Ich habe im Vorfeld nicht gewußt, das Sara eine der Studentinnen ist – Sarah war in meinem allerersten ChiRunning Workshop im Oktober 2016 und war trotzdem so begeistert, das sie jetzt die Ausbildung gemacht hat….

 

Nervenaufreibend wurde es für mich dann noch am Samstag – Danny hat jeden der Instruktoren für die Videoanalyse gefilmt und am Abend mit jedem persönlich das Video analysiert. Und ja, ich übe und lehre das jetzt schon über 2 Jahre, trotzdem war ich mir nicht sicher, wie die Analyse ausfallen wird – und zu meiner Überraschung war es besser als erwartet…

 

Fazit

Ein Wochenende voller Energie, voller Spaß mit extrem netten, sympathischen Menschen. Ein wahres Vergnügen, Danny und seine Familie persönlich kennen lernen zu dürfen – ein extremer Push für mein ChiRunning-Wissen, Danny beim Unterrichten und dazwischen zu sehen, hören und zu erleben.

Freue mich schon auf meinen Workshop am nächsten Samstag (9.6.) in Wien (bei dem – so nebenbei noch wenige Plätze frei sind – www.laufleicht.at ) um das neu erworbene Wissen in die Praxis umzusetzen und zu lehren.

Und für den Mozart 100 in 2 Wochen war das sicher auch extrem hilfreich…

Veröffentlicht in Lauftechnik

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