Sandalentest mit Bergsteigen, Schnee und Bächen

Ich habe seit Freitag neue Sandalen – mir ist die amerikanische Firma Shamma untergekommen, die Sandalen produzieren, die den Challas von Voycontigo (meinen Favoriten seit ca. 1 Jahr) sehr ähnlich sind.

Trotz “Blograbatt” ein relativ teurer Spaß – die Sandalen kosten zwar regulär nur USD 79,95, der Versand kommt aber auf USD 30,00 – beides grundsätzlich OK. Leider kommt da noch Zoll und DHL Manipulationsentgeld dazu, was die Schuhe um EUR 45,90 verteuert und damit in Summe recht teuer machen.

 

Bei mir ist es der Warriors Ultra Grip geworden

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Dünne Sohle (3 mm, mit “Noppen” 6 mm) sind meinen Chalas Evo Light extrem Ähnlich, der Unterschied liegt in kleinen Details:

Der Evo Light hat an der Ferse einen Gummizug, der Warrior einen Klettverschluß – ebenso hat er bei der Schnürung am Rist einen Klettverschluß

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Und, wie am zweiten Foto ersichtlich ist, ist innen keine durchgehende Schnürung, sondern ein vernähtes “T-Stück”

Vorteil der Klettverschlüsse haben sich heute schon ergeben – ich trage meine Sandalen tendenziell gerne locker – beim Abstieg vom Berg (dazu später) konnte ich sie aber problemlos mit einem Handgriff fester schnüren.

Beim Tragen selber merke ich keinen Unterschied zu den Evo Light…

 

Wir haben das Wochenende in Oberösterreich verbracht und 2 Wanderungen gemacht.

Am Samstag den Erzherzogin Valerie-Weg durch die Burggrabenklamm, 11 km, 370 HM

Am Beginn ein Bach, hier musste ich gleich die Wassertauglichkeit testen

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Kein Problem, exakt selbes Verhalten wie bei den Lunas und Challas: Nässe ist problemlos, die Füße bleiben stabil in der Sandale. Und später hat sich gezeigt, das die Warriors die selbe Schwachstelle wie die Lunas und Challas haben: Sobald nasser Schmutz bzw. Schlamm zwischen Fuß und Innensohle kommt, wird es extrem instabil und der Fuß rutscht.

Der erste Anstieg war gleich ein guter Test – Geröll, steil, Stufen und Waldboden….

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Hier haben wir nicht so viele Fotos gemacht, der Rückweg war eher unspannend über eine geschotterte Forststraße. Die Schuhe haben nach dieser Tour (wie erwartet) keine Abnützungserscheinungen gezeigt.

 

Am zweiten Tag gings auf den Hochlecken. Kein Honiglecken Zwinkerndes Smiley Quasi gleiche Entfernung (10,8 km) dafür aber fast dreifache Höhenmeter (920) – von 600 auf 1.500 Meter.

 

HIer waren die Wege schon deutlich anspruchsvoller

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Auch hier zeigen die Warriors das selbe Verhalten wie die Challas – absolut stabil am Fels, kein Rutschen, keine Unsicherheit.

An die teils unverständlichen Blicke der anderen Wanderer (alle mit festen Bergschuhen) muss man sich halt gewöhnen…

 

Falls einer dieser Wanderer hier mitliest:

  • Nein, das sind keine FlipFlop, der Schuh sitzt extrem fest am Fuß
  • Ja, das sind professinelle Rennsandalen, die auch zum Wandern geeignet sind
  • Ja, ich bin mir sicher – ich war mit denen in Tirol schon auf 2.500 Meter…
  • Nein, ich rutsche nicht, weil sich der Fuß sehr gut an den Felsen und Steinen “anschmiegen” kann und damit wesentlich mehr Auflagefläche hat als ein Bergschuh
  • Nein, umknicken kann ich auch nicht – wie mit quasi bloßen Füßen ? Über was soll ich umknicken ?
  • Ja, das ist der einzige Schwachpunkt: Die Füße sind nicht gegen herabrollende Steine geschützt.

 

Oben dann mein erstes Mal Schnee mit Sandalen

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Auch das kein Problem

 

Achtung, kleiner Disclaimer:

Kein Problem bedeutet natürlich nicht, das ich nicht sehr bedacht gehe. Mit festen Bergschuhen musst du nicht unbedingt aufpassen, wo du hin steigst, mit Sandalen setzt du jeden Schritt sehr bewusst.

Und bitte: So einen Steig erst gehen, wenn Du schon Erfahrung mit Sandalen am Berg hast…

 

Oben dann eine wunderbare Almwiese – ein echter Traum für die nackten Füße

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Der Abstieg war, wie schon beim Aufstieg “befürchtet” technisch das schwerste, das ich bislang mit Sandalen gegangen bin

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Sehr steil, viel Geröll, große und kleine Steine, Stufen, Wurzeln, relativ viele Leute…

Kein Platz für Fehler. Egal mit welchen Schuhen…

Mir hats extrem gefallen – es war einfach ein Reisenspaß, hochkonzentriert von Stein zu Stein zu hüpfen..

Bin beim ganzen Abstieg nur 2 x gerutscht, das hat meine Frau mit “normalen” Schuhen locker überboten …

 

Interessant war auch, das das die erste Wanderung war, bei der ich sogar 2 Barfußschuhwanderer getroffen habe – einer mit FiveFingers und einer mit Leguano..

 

Fazit:

Die Shamma Sandalen sind (ohne Zoll) ihr Geld absolut wert. Wie sie sich beim Laufen schlagen, werde ich am Dienstag sehen, hier plane ich einen gemütlichen 54 km Trainings-Traillauf für den Mozart 100

Vielleicht gibt es die bald auch in Europa, ich habe da so ein kleines Gerücht gehört …..

Veröffentlicht in FiveFingers
Ein Kommentar zu “Sandalentest mit Bergsteigen, Schnee und Bächen
  1. Georg sagt:

    Ich hab mir die mit Lederoberseite geholt und hatte die gleichen Erfahrungen mit DHL verstecker Gebühr.
    Aber der Schuh ist echt super!

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