Lindkogltrail with a BIG Smile !

Die letzten 4 Monate waren eher eine Qual – zu der selbst verschuldeten Überbelastung ist Anfang Jänner noch ein Muskelfaserriß am Muskelsehnenübergang des Musculus abductor digiti minimi auf Höhe der Basis des Os metatarsale V (vereinfacht gesagt der Muskel, der den kleinen Zeh bewegt). Das und die Belastungen durch die Schonhaltung haben das Training massiv beeinträchtig.

Die Diagnose habe ich seit 3 Wochen, seit 2 Wochen trainiere ich wieder – allerdings bis jetzt nur in der Ebene. Am Trainingsplan für heute sind 30 km gestanden. Ohne Höhenmeter.

Anfang der Woche ist mir der Lindkogltrail im Facebook ins Auge gestochen und nach Rücksprache mit meinem Trainer habe ich zuerst den langen, nach ein paar vernünftigen Momenten dann doch nur die 20 km mit den 900 HM ins Auge gefasst.

Beim Start heute – übrigens bei perfektem Laufwetter: strahlend blauer Himmel, ca. 20 Grad, kein Wind – war ich doch eine Spur nervös: Immerhin meine ersten Höhenmeter seit November, der erste Trailrun seit der Verletzung, nicht sicher, was der Fuß dazu sagen wird..

Aber viele nette Freunde die ich im Startgelände getroffen habe, haben die Stimmung schnell gehoben und die Zeit bis zum Startschuß schnell verfliegen lassen

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Gesamt laufen bei den 3 Bewerben ca. 800 Teilnehmer, bei uns waren 185 am Start

Die Gegend kenne ich ja schon von anderen Läufen (ohne Wettbewerb) und ich mag die Abwechslung an der Strecke

Der unproblematische “Stau” hat sich nach 1-2 km schön auseinandergezogen und es war ein echter Genuß hier zu laufen

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Immer wieder lichtet sich das Baumwerk auf der linken Seite und gibt wunderschöne Ausblicke frei

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Wie schon beim Mozart 100 gemerkt, liegen mir leichte Bergabstrecken am meisten – hier habe ich deutlich Meter gemacht und viel Abstand zu den anderen Teilnehmern gewonnen (der dann beim steil bergab und geradeauslaufen wieder deutlich geschrumpft ist Zwinkerndes Smiley )

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(Sollte übrigens wer eine Idee haben, warum meine GoPro 6 auf dem Photo meinen Kopf 2 x belichtet, wäre ich für einen Hinweis dankbar – passiert auf mehreren, aber nicht allen Fotos)

Der Lindkogltrail (die 20er Strecke) hat ein paar wirklich extrem geile Downhill-Singletrails

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Von den wirklich coolen habe ich leider keine Fotos – die Trails haben 100% der Konzentration gekostet, da war leider kein Foto möglich.

Aber von technisch anspruchsvollen Wegen, die sehr felsig waren mit vielen Wurzeln bis zu ein paar eher “glatten” Downhills, wo ich es so richtig krachen lassen konnte war alles dabei, was das Herz begehrt. (Die 30er Strecke bin ich ja schon mal privat gelaufen und ich kann mich erinnern, das es dort auch so war)

Bergauf ist es eher selten richtig steil, oft genau so, das es zum Gehen zu flach und zum Laufen zu steil ist.

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(BTW: Wieder so ein Beispiel von verwackeltem Bild)

Mein Metronom hat mir bei den laufbaren Downhills wieder gute Dienste geleistet – ich stelle es auf 57 Schläge/Minute ein (Walzertakt) und laufe downhill genau in diesem Takt (Rechts, zwei, drei, Links, zwei drei, …) Damit strengt das Laufen nicht an und das Tempo wird richtig gut.

Schuhwerk waren – wie bei allen Bergtrails – die Bedrock-Sandalen, die auch hier selbst bei den schwierigen Passagen perfekt gehalten haben. Auch der Fuß war wesentlich “ruhiger” als befürchtet, nur beim letzten Downhill vor dem Ziel habe ich ihn gespürt, davor quasi gar nicht. Auch jetzt ist er nicht wirklich beleidigt.

Zur Organisation:

Grundsätzlich sehr gut organisiert – die Strecke ist perfekt markiert gewesen. Startnummernausgabe, Startbriefing und Starterpaket waren auch sehr gut.

Einige Teilnehmer haben sich dann beim Umziehen über die Verpflegung beschwert – gut, bei einem 20 km Lauf reicht mir eine Labestation mit Getränken völlig, besonders weil ich eh mit Rucksack gelaufen bin. Die Zielverpflegung war aber zugegebener Maßen eher mau – nur Wasser und Iso und Bananen… Aber auch hier hatte ich im Wechselrucksack genug mit…

Wird, so denke ich, auch nächstes Jahr mein Saisonauftakt – dann aber der 30er. Den hätte ich heute sicher auch geschafft, wahrscheinlich aber ohne Lächeln im Ziel und mit einem beleidigten Fuß danach.

Für den Mozart 100 stimmt mich das positiv. Sind nur noch 3 Monate, mal sehen ob das in der Vorbereitung reicht…

Veröffentlicht in Laufstrecke, Spaß am Laufen

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