3. Marathon in FiveFingers

Gestern war wieder Vienna City Marathon – mein mittlerweile 3. Marathon in Fivefingers, der zweite in meinen KSO Evo.

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Heuer gibt’s mal ein paar Eindrücke, wie es beim VCM aussieht.

Die Anreise genießt man in vollen Zügen

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Die Kulisse beim Start – vor der UNO-City – ist schon sehr beeindruckend – einer der Gründe, warum ich hier den Marathon laufe

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Auch wenn die ersten Kilometer manchmal etwas eng sind, das Gefühl mit 40.000 Läufern über die Reichsbrücke zu laufen ist schon sehr nett. Wir sind heuer bewusst von weit hinten gestartet und hatten dadurch nur sehr wenig Dränglerei

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Neu war auch, das bei der ersten Staffelübergabe bei Schönbrunn nur Läufer in den Übergabebereich durften. Damit war an dieser Stelle, wo es früher immer sehr eng und extrem unübersichtlich war, heuer angenehm und ruhig

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Auch der Lauf über die neu gestaltete Begegnungszone auf der Mariahilferstraße war im Vergleich zu den Vorjahren wesentlich netter – breiter und schöner

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Wie schon im letzten Jahr  war ich heuer mit meiner Familie unterwegs – meine 3 Söhne und meine Frau sind die Staffel gelaufen und ich habe sie begleitet. Und wie im letzten Jahr war es wieder ein Erlebnis und eine Freude zu sehen, wie die Drei – die keine Läufer sind – die doch ungewohnten Distanzen problemlos und mit Freude geschafft haben.

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Meine Frau hat diesmal das Vergnügen gehabt, mich auf den letzten 10 Kilometern zu begleiten.

 

Ich habe für mich ein paar interessante Eindrücke mitgenommen:

  • Muskulär, kreislaufmäßig und vom Atmen hatte ich über die gesamte Strecke kein Problem – was hauptsächlich durch das relativ gemütliche Tempo (6:44/KM) begründbar ist, aber auch durch die immer besser werdende Lauftechnik
  • Wie schon bei den früheren langen Läufen spüre ich meine Hüfte immer mehr beim Laufen – das liegt daran, das die Sehnen und Muskeln im Hüftbereich bei mir extrem verkürzt durch das viele Sitzen sind. Durch das Chi-Running „muss“ die Hüfte aber wesentlich mehr arbeiten und das spüre ich
  • 42 km auf Asphalt mit FiveFingers sind eine Belastung für die Füße, die ich bei den letzten Kilometer und danach im Fußgewölbe gespürt habe. Wobei das Problem nicht der „harte“ Asphalt ist, sondern die über 4,5 Stunden immer gleiche Belastung. Hier merke ich, dass es dem Fuß besser geht, wenn er auf unebenen Grund unregelmäßig belastet wird. Für mich ein Grund, Straßenmarathons in Zukunft eher auszulassen und mich mehr den Trail-Läufen hinzuwenden. (Mal sehen, wie es mir nach den 55 km in Salzburg geht 😉 )
  • Chia-Samen sind super … Ich habe – wie immer in der Früh – meine 15g Chia-Samen zu mir genommen und bei KM 32 was neues ausprobiert: 0,5 Liter bestehende aus 15 g Chia-Samen, einem Beutel FitRabbit und aufgefüllt mit Red Bull und ein paar Gramm Salz. Schmeckt besser als es klingt und hat mir einen richtigen Energieschub gegeben. Und meine Hydrierung war trotz des tlw. heißen Wetters gefühlt besser als bei früheren Läufen
  • Wettbewerbe ohne Kopfhörer Ich kann wirklich jedem nur empfehlen: Laßt die Musikbeschallung (zumindest) beim Wettbewerb weg. Geniest die Atmosphäre des Rennens. Die (leider viel zu seltene) gute Musik auf der Strecke. Habt Spaß beim Laufen. Kommuniziert mit den Zuschauern, mit den anderen Läufern. Ich habe am Beginn der Schüttelstraße (beim ersten Durchlauf) einen netten Inder getroffen, der nur nach Wien gekommen ist um den Marathon zu laufen und mit ihm ein paar Minuten geplaudert. Und konnte es nicht glauben, wie ich beim zweiten Durchlauf – an der selben Stelle – wieder an ihm vorbei laufe. Solche netten Erlebnisse hat man nicht, wenn man Kopfhörer auf hat….

Fazit:

Wien Marathon für das heurige Jahr abgehakt. Gut gegangen, problemlos durchgekommen.

Nächstes Ziele:

  1. Mozart 100 (20.Juni 2015), 56,2 km Nach dem Erstversuch dieses Jahr mit 25,6 km, gehe ich heuer die 56,2 km mit 1.321 Höhenmeter an…
  2. Großglocknerlauf (19. Juli 2015), 13km, 1.494 HM Weil die Gegend sooo schön aussieht….
  3. Wolfgangseelauf (18.10.2015), 27 km, 300 HM Einfach, weil es so ein schöner Lauf ist
  4. Wien Rundumadum (31. Oktober 2015), 130 km, 1.770 HM Als Höhepunkt des heurigen Jahres….

 

Veröffentlicht in Marathon
2 Kommentare zu “3. Marathon in FiveFingers
  1. Martin sagt:

    Hallo Christian,

    ich bin gerade über eine Freundin auf deinen Blog gestoßen und ich muss sagen, wirklich klasse, gefällt mir sehr gut!

    Ich habe 2011 ebenfalls das Barfußlaufen für mich entdeckt und verwende seitdem auch nur noch Minimalschuhe – sowohl zum Laufen, Wandern und auch im Alltag.
    Am 3 Mai 2015 habe ich an meinem ersten Stadt-Marathon (Salzburg Marathon) teilgenommen und ich habe genau die gleiche Erfahrung gemacht:

    „42 km auf Asphalt mit FiveFingers sind eine Belastung für die Füße, die ich bei den letzten Kilometer und danach im Fußgewölbe gespürt habe. Wobei das Problem nicht der „harte“ Asphalt ist, sondern die über 4,5 Stunden immer gleiche Belastung. Hier merke ich, dass es dem Fuß besser geht, wenn er auf unebenen Grund unregelmäßig belastet wird. Für mich ein Grund, Straßenmarathons in Zukunft eher auszulassen und mich mehr den Trail-Läufen hinzuwenden.“

    2013 und 2014 habe ich erfolgreich am mozart100 über die Distanz von 100 Kilometern (natürlich in Minimalschuhen und Vorder- und Mittelfußlauf) teilgenommen und die abwechslungsreiche Strecke beim mozart100 empfand ich als angenehmere Belastung, als die 42 Kilometer fast ausschließlich auf Asphalt mit nur 10 Höhenmetern beim Salzburg Marathon.
    Dieses Jahr bin ich natürlich wieder beim mozart100 dabei, vielleicht sieht man sich ja nach dem Lauf!

    Schöne Grüße aus Salzburg

    • Hi Martin,
      Danke für deinen Kommentar- freut mich immer wieder, wenn es mehr Verrückte gibt, die die gleichen Erfahrungen machen….
      Würde mich freuen, wenn wir uns in Salzburg sehen, ich trau mich mal nur über die 55…

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