Ersteindruck Aborigen Totem Sandale

Seit ca. 2 Wochen habe ich eine neue Sandale, die Aborigen Totem Sandale, erhältlich derzeit exklusiv bei https://www.barfussgefuehl.de

Die Sandale reiht sich in die Liga von Sandalen wie die Chala Evo Light oder der Shamma Warriors Ultra Grip (Langezeittests hier zu finden https://www.wozulaufschuhe.at/langzeittest-laufsandalen/ ) ein. Dh eine relativ dünne Sohle (8,5 mm, die beiden anderen haben 6 mm, meine Luna Leadville Pacer haben 9 mm)

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Ersteindruck Sandale

Grundsätzlich sind sich alle Sandalen ja sehr Ähnlich. Nachdem ich von Schnüren als Schnürung nicht begeistert bin, haben alle meine Sandalen Riemen und hier gibt es nur wenig Unterschiede.

Poistiv fällt bei der Totem auf, das sowohl die Riemen hinten, als auch der “Knopf” vorne in der Sohle versenkt sind

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etwas, was ich bei den dünnen Sandalen eher nicht kenne.

Im Vorfeld hatte ich leichte Bedenken wegen der Schnalle am Fußrücken:

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Interessanterweise spüre ich die gar nicht – weder beim Gehen noch beim Laufen. Gefallen hat mir hier die Liebe zum Detail: Die Schnalle hat eine Stoffhülle, mit der ich sie umhüllen kann…

Erstes Anpassen

Das Erst-Einrichten der Sandale ist schnell und einfach, ich habe die Erfahrung gemacht, das die Sandalen beim erstem Mal tragen tendenziell eine Spur zu eng geschnürt werden sollten. Also so, das ich mir denke: “Naja, fast zu eng”

Durch die Bewegungen dehnt sich die Schnürung dann genau so, das es passt. Das ist hier recht einfach.

Den Fuß positioniere ich so, das die Ferse hinten gut steht (also 2-4 mm vom Rand weg), dann stelle ich das Fersenband so ein, das es fest an der Ferse anliegt. Dh ich fädle den Gurt an der Innenseite der Sandale enger.

Am Schluß wird die Schnürung vorne an der Schnalle enger gezogen. Wichtig dabei ist, daß der Fuß möglichst eben und ohne Spannung auf der Sohle steht.

Und auch bei der Totem muß ich, wie bei jeder meiner Sandalen, nach ein paar km laufen die Schnürung minimal anpassen.

Erstes Tragen

Die Sandalen sind am Samstag geliefert worden und auf Grund der Temperaturen habe ich das ganze Wochenende nichts anderes getragen. Fühlen sich sehr angenehm am Fuß an, sitzen sehr fest und stabil und die Sohle “flappt” nicht und knickt nicht um.

Das Feedback vom Boden ist natürlich weniger direkt als bei der Challa oder der Shamma, die 2,5 mm Unterschied spürt man) aber trotzdem vorhanden und sehr angenehm.

Egal ob beim Einkaufen oder beim Spazieren gehen auf der Donauinsel, die Sandale war perfekt

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Sehr leicht, sehr angenehm, das Zehenband zwischen den Zehen kaum spürbar (wobei hier sicher eine Rolle spielt, das ich schon länger regelmäßig mit Sandalen unterwegs bin und das daher gar nicht mehr spüre, ich kann mich erinnern, bei meinen ersten Sandalen war das am ersten Tag eher unangenehm. Am Sonntag sind wir dann wandern gewesen, mit felsigen Wegen, Schotter, Waldboden, tlw. steile Stücke bergauf und bergab. Auch hier war, wie ich es von meinen Sandalen gewohnt bin, alles kein Problem, fester Halt “am Gerät” und am Boden.

Was ich leider nicht testen konnte ist das Verhalten, wenn die Sandale gatschig (also voller Matsch) wird – hier haben ja alle Sandalen, die ich bislang getragen haben das Problem, das der Fuß dann massiv zu rutschen beginnt in der Sandale. Nässe alleine reicht dafür nicht, hier ist die Totem (wie alle anderen) unempfindlich und nicht rutschig.

Erstes Laufen

Mittlerweile habe ich 2 (kurze) Läufe mit in Summe 18 km mit den Totems gemacht – beide ohne Steigungen, aber auf Waldwegen (wen es interessiert, hier die Wegbeschreibung https://www.wozulaufschuhe.at/10km-im-prater-ohne-hauptallee/ )

Beide bei eher hohen Temperaturen, also Nachmittags bei 30 Grad. Beim Weglaufen ein ganz leichtes Rutschen auf den Fußsohlen gespürt, das aber nach ein paar Metern weg war.

Auch hier völlig problemloses Laufen, guter Halt am Fuß und am Boden, gutes Feedback

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Die TechStraps (also die Bänder, die das Fersenband vorm runterrutschen sichern) verwende ich nicht, weil ich sie nicht brauche, bei mir halten alle Sandalen bis jetzt fest am Fuß.

Die Schnürung bei den Totems ist auch bei höherem Tempo angenehm. Wie die Sandale auf steilen Strecken (vor allem Bergab) ist, konnte ich noch nicht testen.

Interessant ist, das die Sandale schon nach der kurzen Testzeit (also 18 km laufen und ca. 10-15 km gehen) beginnt, sich an den Fuß anzupassen

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Frisch gekauft war die Sohle natürlich völlig eben.

Ähnliches habe ich bei der Shamma erst nach längerem Benützen (> 100 km)  gemerkt und bei den Chalas (nach doch mehr als 400km) eher nicht.
Ich finde es gut, weil die Sandale sich damit noch perfekter an den Fuß anpasst.

Fazit Ersteindruck

Wie regelmäßige Blogleser wissen, ist der Ersteindruck nett, aber nicht das Ziel dieses Blogs. Mir sind vor allem Langzeiterfahrungen wichtig.

Aber die Totem macht einen überraschend guten Eindruck aus mehreren Gründen:

  • Der Preis
    Die Totem kostet EUR 46,90 (Im Vergleich: Die Chalas kosten fast das Doppelte)
    Hier war ich im Vorfeld eher skeptisch, weil meine Lebenserfahrung mir dann eher abrät.
    Aber im Ersteindruck ist das eine massiv wertige Sandale (und die erste Leichtsandale, bei der sich nicht schon von Beginn die Obersohle von der Untersohle löst)
  • Schnalle und Schnürung
    Hier hatte ich im Vorfeld Bedenken wegen der Schnalle, die sich komplett in Luft aufgelöst haben.
    Wirklich nutzen tue ich die Schnalle aber nicht, weil ich zum An- und Ausziehen immer das Fersenband abstreife
  • Die Beratung
    Markus, der Inhaber von https://www.barfussgefuehl.de, hat mich im Vorfeld sehr gut beraten, auch wegen der Größe.

Bin schon auf die weiteren Eindrücke gespannt und vor allem auf die Langzeitqualität. Nachdem mein regelmäßiges Lauftraining weitergeht, werden die Sandalen in den nächsten Monaten einige Kilometer drauf bekommen und ich werde sie auch in die Berge ausführen.
Interessant wird auch unser Sommerurlaub in Vorarlberg, da kommen noch viele Höhenmeter vom Wandern dazu.
Den WSUT (Wörthersee Ultra Trail, 72 km, 2.400 HM) werde ich allerdings voraussichtlich wieder in den Bedrock bestreiten…

Kleiner redaktioneller Hinweis:

Die Sandalen wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt von Markus. Als Gegenleistung war ein ehrlicher Blogbeitrag gefordert. Meine klare Bedingung war, das ich hier, wie immer, meine persönlichen Eindrücke ungefiltert schreibe.

Auch wenn – beim nochmaligen Durchlesen – der Artikel jetzt fast zu gut klingt Zwinkerndes Smiley Keine Angst – ich lasse mich nicht kaufen…

Veröffentlicht in FiveFingers

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