Laufband Laufen

Auch wenn ich mir vor einigen Jahren geschworen habe, nicht mehr am Band zu laufen – hin und wieder muss es doch sein.

Z.b. wenn ich eine Woche dienstlich in Orlando bin und das draußen Laufen dort eher nicht optimal ist.

Einerseits, weil die einzig halbwegs brauchbare Laustrecke ca. 800 Meter ist (wenn Du nicht auf der Straße laufen möchtest) und andererseits, weil es dort 30 Grad und ca. 80 % Luftfeuchtigkeit hat.

 

Beides muss jetzt nicht unbedingt sein.

 

Daher Laufband.

 

Dafür, das ich schon ewig nicht mehr am Band gelaufen bin, konnte ich den 3 Einheiten, die ich gemacht habe, doch einiges positives abgewinnen:

 

Laufen mit Musik

Meine grundsätzliche Empfehlung ist ja, nicht mit Musik zu Laufen. Aus verschiedenen Gründen. Hauptsächlich aber, weil die Musik deine Aufmerksamkeit in der Regel von der Lauftechnik ablenkt.

Und jeder Lauf sollte ein Trainingslauf für deine Lauftechnik sein.

Aber auch, weil sie dich von der Umwelt abkapselt. Du hörst die Natur rund um dich nicht, hörst keine drohenden Gefahren wie Autos oder Räder und vor allem bekommst du keinerlei Interaktionen mit anderen Menschen mit. Dinge, auf die ich nicht mehr verzichten mag, besonderns bei Ultraläufen.

Am Laufband war das für mich aber irgendwie natürlich, die Stöpseln ins Ohr zu stecken. Und ja, es ist schon cool, die richtige Musik im Ohr zu haben Zwinkerndes Smiley

 

motivierendes Laufband

nachdem ich in den USA schon lange nicht mehr fernsehe, hat mich beim Laufband eine Option gereizt: Strecken.

Du kannst hier aus unterschiedlichen Gegenden wählen und Trails laufen

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Klingt jetzt fast blöd, war aber überraschend cool. Da dürfte einer wirklich gelaufen sein, der Trail bewegt sich in quasi in deiner Geschwindigkeit. Beim ersten Mal haben mir die Single-Trails das selbe Lächeln ins Gesicht gelaufen, als wäre ich sie in Echt gelaufen (Ein Effekt, der sich beim dritten Mal deutlich abgenutzt hat) Teilweise bin ich sogar die Kurven mitgelaufen. Und wenn es bergauf geht, passt das Band die Neigung an.

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Auch die Hinweise zur Gegend haben die Laufzeit deutlich verkürzt. Ein echtes Plus

Und weil ich mehrfach gefragt wurde: Ist ein Band von Life Fitness

 

Lauftechnik

Interessant habe ich auch gefunden, das ich mich doch intensiv auf die Lauftechnik konzentrieren konnte. Weil sowohl das Tempo vorgegeben war, als auch jeder einzelne Schritt ident war mit dem vorherigen. Und keine Kastanien am Boden liegen wie auf der Hauptallee, keine Räder, Pferde, kleine Kinder, Wurzeln, Steine und was weiß ich herumliegt. Und die Spiegelung im Fenster zumindest ein wenig Feedback von deiner Haltung gibt. War gut…

 

Überraschend: Fenix 5 am Laufband mit Update

So haben meine Zwischenzeiten am Dienstag, 25.9. ausgesehen:

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Wie erwartet, natürlich kann eine GPS gesteuerte Uhr am Laufband keine Kilometer zählen…

Die Überraschung dann, nach einem Update, am Donnerstag:

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Auf 12 km nahezu die perfekte Messung der Schrittlänge – in Summe waren nur ca. 200 Meter Unterschied zur Laufbandangabe.

Bin echt beeindruckt…. Vor allem weil das offensichtlich erst mit dem Update gekommen ist…

 

Und – kleiner Nebentipp:
Nachdem dort in der Gegend einige Hochschaubahnen herumstehen, habe ich natürlich auch dort die Uhr einschalten müssen:

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Bei der Herzfrequenz sieht man deutlich, das die Aufregung nachläßt, wenn es so richtig losgeht …

 

 

Nachteil: Kein Fahrtwind

Obwohl – typisch in USA – der Raum natürlich erfrischend klimatisiert war, fehlt der kühlende Fahrtwind total. Was bei mir dazu führt, das ich – sagen wir – leicht transpiriere …. Und sowohl Laufleiberl als auch Laufhose nach spätestens 30 Minuten so nass sind, als wäre ich gerade duschen gewesen.

Nach 11 km wurde das Laufen massiv mühsam, weil (Ähhm – wenn Du gerade beim Essen bist, iss doch fertig bevor du weiter liest…..) die Sandalen nicht nur total nass waren, sondern interessanterweise auch begonnen haben zu rutschen – was normalerweise nur bei Gatsch und nicht bei Nässe passiert…

Waren übrigens meine Challa und nicht die Bedrock…

 

Fazit

Ich laufe trotzdem lieber im Freien und im Wald. Aber ich werde das Laufband in Erwägung ziehen für die kurzen Einheiten, wenn das Wetter so richtig schirch ist (< 10 Grad und Regen) Besonders, weil meine Firma uns einen kostenlosen Besuch im Fitness Studio spendiert und mich das daher nichts kostet…

 

 

Kleiner Nachsatz zum Training:

Ich will ja gar nicht wissen, was mein Trainer, Florian Reuss, mit mir in den letzten 2 Monaten angestellt hat. Aber es wirkt. Bin heute wieder mal die Lainzer Tiergarten Runde gelaufen (LTG). Für diese Strecke habe ich bis jetzt immer um die 3 Stunden gebraucht. Mein Rekord liegt bei 2:35 – hier haben mich 2 Freunde im März 2017 weit über meine Verhältnisse “mitgeschleppt”. Heute standen 2:30 im strukturierten Gelände am Plan – schon bei den ersten 3 km habe ich gemerkt, das es mir sehr gut geht. Auch die ersten Steigungen, die ich meistens gehe, bin ich heute gelaufen. Und die letzten Kilometer hat mich die Uhr regelrecht gejagt – mit dem Ergebnis, das sie am Ende 2:29:53 als Zeit in Bewegung angezeigt hat. Und das ohne massive Ermüdungserscheinungen.

Mitte Oktober werde ich die Strecke Fuschl-Fuschl noch mal laufen (ausser das Wetter ist extrem mies) – dafür habe ich das letzte Mal 9,5 Stunden benötigt, 8h sind lt. CutOff Zeiten dafür vorgesehen… Bin schon gespannt.

Und heute um Mitternacht startet die Registrierung zum Mozart 100. Dessen Name jetzt in Mozart 115 geändert werden sollte – die Strecke wurde modifiziert und führt jetzt aufs Zwölferhorn. Bedeutet: 112, km und 5.100 hm…..

Veröffentlicht in Allgemein, Lauftechnik, Training

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