Laufrucksack

Eine immer wieder kehrende Diskussion in den Lauf-Foren. Für mich ein Ding, auf das ich bei meinen langen Läufen (alles > 10 km) nicht mehr verzichten will.

Auslöser war bei mir eine Lainzer Tiergartenrunde im Sommer, die ich ohne Wasser gelaufen bin und im zweiten Drittel 20 Minuten im Schatten Pause machen musste, weil ich sonst umgekippt wäre – da hab ich mir geschworen, nie wieder ohne Wasser zu laufen.

Neben dem Wasser im Trinkbeutel habe ich auch immer folgende Sachen mit:

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  • 1 Regenponcho – wiegt nicht viel, bietet aber bei plötzlichen Starkregen oder Sturm guten Wasser- und Wärmeschutz
  • 1 Rettungsdecke – wiegt auch nicht viel – hilft im Winter, wenn ich mal auf Hilfe warten muss
  • ein paar Traubenzucker und ein paar Pflaster
  • Und mein Rettungspfeiferl:

Angeblich das lauteste Pfeiferl der Welt – und es ist laut ….

  • Das Erste Hilfe Paket kommt erst noch
  • und dann ist noch das Handy und die GoPro im Rucksack

 

Bevor jetzt einer fragt, warum ich den ganzen Krempel mitschleppe:

Wer in Schönbrunn oder auf der Hauptallee läuft, braucht das ziemlich sicher nicht (naja – bis auf den Regenponcho)

Ich bin halt hauptsächlich mitten im Wald unterwegs, mindestens 2-3 Stunden und da begegnet man halt – besonders im Winter – nicht wirklich vielen Menschen. Und ein Fehlschritt ist schnell gemacht, beim Sturz ist dann vielleicht auch das Handy hin und dann liegt man im Schnee alleine im Wald….

 

Bei Wettkämpfen ist meistens noch 1-2 Flascherl mit meiner Geheimmischung (RedBull, ChiaSamen und Salz) als Notration drinnen.

 

Mein erster Laufrucksack war vom Hofer

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Gefehlt hat nur die Trinkblase, die ich bei Amazon gekauft habe:

 

Die Kombination hat mir sehr gut gefallen, der Rucksack war durch den Brust- und Hüftgurt gut befestigt und hat beim Laufen nicht gestört. Auch von der Größe war er optimal, da hat noch ein trockenes Leiberl mit reingepasst.

Leider sind nach ca. 2 Jahren die Reißverschlüsse “gestorben” und seitdem habe ich beim Hofer nur die kleineren Rucksäcke gesehen (und gekauft und als zu klein empfunden)

 

Beim Großglockner Berglauf letztes Jahr habe ich dann im Sportgeschäft in Heiligenblut einen Salomon Rucksack gekauft – leicht, blau und ca. so groß wie der vom Hofer (und recht günstig)

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Allerdings hatte der den gleichen Nachteil wie der vom Hofer: Mein Zubehör wie die GoPro oder das Handy konnte ich nur hinten verstauen und nicht griffbereit vorne befestigen – daher auch die zweckentfremdete Handyhülle unten im Bild. Daher war dann bald der Entschluss gefasst, das ein Neuer her muss.

 

Hört man sich – besonders bei Ultraläufern – nach Rucksäcken um, fällt über kurz oder lang das Wort “Salomon” – die waren mir nur viel zu teuer.

 

Irgendwann wurde mir Dynafit empfohlen und auf deren Webseite hat mir dann der Enduro 12 gut gefallen

http://www.dynafit.com/at/enduro-12.html

Enduro 12

12 Liter, nette Taschen vorne und hinten und ein akzeptabler Preis. Allerdings nur so lange, bis ich ihn in der Hand hatte – schwer zu beschreiben, hat sich aber total komisch, dünn, raschelnd angefühlt. auch waren die Reißverschlüsse nicht nach meinem Geschmack. Also wieder zurück geschickt.

 

Also doch Salomon – nach längerem Stöbern wurde es dann der Salomon Advanced Skin 12 Trink-Rucksack-Aluminium Black-M/L

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Diesmal nicht im Webshop, sondern in einem “richtigen” Shop gekauft. Der hat mich relativ rasch begeistert. Für den (für Salomon) recht günstigen Preis ist auch eine 1,5 Liter Trinkblase drinnen inkl. Neoprenschutz für den Trinkschlauch (verhindert bzw. verzögert das Einfrieren im Winter). Sitzt sehr bequem trotz (oder wegen ?) der seltsamen Verschlüsse vorne, bietet viele Taschen für Handy und Cam und hat 2 ausreichend große Taschen.

 

Zugegeben, der Trinkschlauch ist nicht ganz so einfach zu trinken wie der von Camelback, tropft aber auch nicht und die Schlauchführung ist besser.

 

Mittlerweile verstehe ich auch, warum die Ultraläufer besonders im Wettkampf mit den flexiblen Flaschen vorne im Rucksack laufen: Das Nachfüllen an den Verpflegungsstationen ist wesentlich einfacher und schneller als mit einer Trinkblase. Mir reicht bei meinen Läufen aber die 1,5 Liter.

 

Für mich ist der Rucksack die optimale Stelle für das Wasser – ich spüre ihn kaum bis gar nicht und die Möglichkeit, mein Zeug mitzunehmen bringt mir – besonders im Winter – ein zusätzliches Sicherheitsgefühl.

 

Für die, die meinen, sie können mit Rucksack nicht laufen: Einfach ausprobieren. Wer in Wien wohnt, kann mich auch gerne für einen gemeinsamen Lauf kontaktieren, dann darf er/sie meinen Rucksack statt mir tragen …

 

Viel Spaß damit !

Christian

Veröffentlicht in Marathon, Spielzeug

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