Ein Ziel ohne Plan ist ein Wunsch

Eine Lebensweisheit, die sich (leider) immer wieder bewahrheitet…

Auch wenn manche Ziele sich erfüllen (bei mir z.b. der Burgendland Extrem) zeigt sich bei den wirklich großen Zielen (wie der Mozart 100), das Wunder ohne Arbeit halt nicht wahr werden.

Beim Ultra sagt man, das der Trainingsumfang in der Woche in etwa den Kilometern des geplanten Laufes entsprechen sollten, etwas was sich bei mir, sagen wir mal, knapp nicht ausgegangen ist (im Monat ….)

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Als Entschuldigung, Ausrede oder Erklärung fallen mir da schon 1-2 Sachen ein, aber wer will das schon hören….

Auf jeden Fall war mir nach dem ersten Versuch beim Mozart 100 klar, das ich ein paar Dinge ändern werden muss, um 2019 in Salzburg rechtzeitig ins Ziel zu laufen.

Der eine Punkt betrifft die Ausrüstung: Hier sind die ersten Gehversuche mit den Bedrock Sandalen sehr vielversprechend und zeigen in die richtige Richtung.

 

Der wichtigste Punkt ist aber das regelmäßige Lauftraining.

Ja, Lauftechnik ist wichtig und auch die mentale Stärke, aber 100 km mit taffem Zeitplan lassen sich nur in einem gut trainierten Körper schaffen.

Und weil es bei mir schon öfter funktioniert hat, war klar:

 

Eine Trainerin oder ein Trainer muss her.

Eine Anfrage im Ultraläufer Forum auf Facebook war die logische Konsequenz:

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Die große Menge an Antworten haben mich ein wenig überrascht : 59 Kommentare mit Tipps zu Trainerinnen und Trainern.

 

Ich habe mir die Mühe gemacht, alle Antworten in einem Excel zu sammeln und es haben sich relativ rasch 5 Personen herauskristallisiert, die am meisten genannt wurden:

 

Michael Arend Training
https://www.michael-arend.de/

Florian Reus
http://www.florian-reus.de/…/tr…/angebote-trainingsberatung/

Thomas Bosnjak
http://www.trailshop.at/
(hat keine freien Kapazitäten)

Julia Böttger
https://trailschnittchen.jimdo.com/

Till Schneemann
https://www.tillschneemann.com/

 

Ich habe mir die Top 3 sehr genau angesehen, durchgelesen, was die Homepage so hergibt (Ausser Thomas, der keine freien Kapazitäten mehr hat) und habe mit allen 3 auch gemailt.

Mir ist es hier nicht um die Kosten gegangen (kosten alle in etwa das selbe) sondern mehr um das Verständnis des Trainings. Und die Entscheidung ist dann relativ rasch gefallen:

 

Trainieren mit dem Weltmeister: Florian Reus

Gut, ich gebs zu, der Umstand, das Florian Weltmeister und Welt-Ultrameister 2015 war, war nicht der Ausschlag, mich von ihm trainieren zu lassen.

Sondern seine Beschreibung seines Trainingsverständnisses (http://www.florian-reus.de/de_DE/training/trainingsphilosophie/ ), das mir sehr zugesagt hat.

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Wir hatten dann Ende Juli ein längeres Telefongespräch, bei dem er meine Wünsche, Vorlieben und Fähigkeiten sehr genau abgefragt hat und seit Anfang August habe ich wieder einen Trainingsplan und was soll ich sagen:

Funktioniert bei mir…

Da gibts keinen Schweinehund, keine Termine, der vorgegebene Trainingsplan bewirkt bei mir sofort eine sehr hohe Disziplin beim Training. Etwas, das ich schon bei meinen Marathonvorbereitungen festgestellt habe.

Ich weiß, es gibt viele Menschen, die das ohne schaffen – mir ist es das wert…

Der zweite Vorteil eines Trainingsplans ist, das die Entwicklung massiv schneller vor sich geht als beim Training nach Gefühl. Und wenn ein Experte den Plan 14tägig anpasst, dann ist es perfekt und ich fühle mich sehr wohl.

 

Grundsatz: Langsame Änderungen

Egal, ob in Gesprächen mit Minimalschuh-Anfängern oder in meinen ChiRunning Kursen: Immer wieder predige ich, wie wichtig es nicht ist, Veränderungen langsam anzugehen. Und das eine zu schnelle Veränderung dem Körper schaden kann.

Und natürlich gilt das nicht für mich – dem Meister aller Meister. Weil ich bin ja so gut, das ich jede schnelle Änderung problemlos wegstecke Zwinkerndes Smiley

Dh eine massive Steigerung des Lauftrainings wie unten aufgeführt macht einem durchtrainierten Körper wie meinem natürlich gar nichts

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Von durchschnittlich 4 Laufaktivitäten im Monat habe ich eine Steigerung auf 3 pro Woche seit Anfang August. Und natürlich ist das zu viel.

Gestern stand ein 30km Lauf mit 1000 HM am Plan, Ziel war der Anninger. Ab der Mitte habe ich deutliche Zeichen meines Körpers gespürt, das die Belastung in den letzten Wochen doch etwas zu viel war.

Hier habe ich schon bei meinem Greif-Marathon Training den deutlichen Unterschied zwischen dem Schweinehund (oh, da tut was weh, hört lieber auf zu laufen) und den Warnsignalen des Körpers bei Überlastung gelernt… Dh die nächste Woche wird noch genauer hingehört und im Zweifel das Training reduziert… (Angeblich – ich halte das ja für ein Gerücht Zwinkerndes Smiley – ist die Regeneration im Alter (wobei  – ich bin ja noch nicht alt…. 50 ist doch kein Alter…. Menschen mit 70 sind alt….) etwas langwieriger als bei den Jungen…

 

Was sind jetzt meine Ziele bis zum Mozart 100:

Am 3. November werde ich mich an den

Wien Rundumadum

https://www.wien-rundumadum.at/

wagen. Nicht die ganze Strecke, sondern die neue Dreiviertel Gschicht mit 88 km.

 

Im Jänner dann am 25.1. den

Burgenland Extrem

https://www.24stundenburgenland.com/

wieder die 60 km …

Ja, ich weiß. Ich hab geschrieben, das ich den nicht mehr mache… Weil langweilig…

Aber…. Egal…

 

Und dann im Juli den Mozart 100 als ersten 100er Lauf……

 

Bis dahin hat Florian noch einiges zu tun, um mich fit zu bekommen (gut, ein wenig laufen muss ich auch), ich bin aber sehr guter Dinge….

 

Und es werden 2019 sicher noch mehr Läufe dazu kommen, hier bin ich aber nicht sicher, ob es die bekannten werden (Großglockner Berglauf z.B.) oder neue Läufe…

Mal sehen…

Veröffentlicht in Marathon
4 Kommentare zu “Ein Ziel ohne Plan ist ein Wunsch
  1. Tom sagt:

    Ich bin auch schon wirklich sehr gespannt, wie sich das jetzt weiterentwickelt. 🙂
    Verfolge diesen Blog seit den Anfängen und sehe großes Potential in diesem Schritt.

    Deine neue Fenix 5X kann dir übrigens in Sachen Übertraining auch eine Unterstützung sein (als Zusatz zum Bauchgefühl und in sich reinhören und deinem wie ich glaube guten Körperbewusstsein). Achte auf den Stress-Chart, wenn die kleinen Stundenbalken der in der Nacht nicht mehr richtig runter gehen (blaue niedrige Balken) und gleichzeitig deine Ruheherzfrequenz hoch geht, obwohl sie mit mehr Training eher runter gehen sollte, dann ist das schon ein eindeutiges Zeichen des Zentralnervensystems Richtung Überlastung.
    Wie gesagt: als Tipp gemeint, zusätzlich zum Körpergefühl. Und unter der Voraussetzung, dass du die Uhr auch über Nacht trägst.

    Ich erlaube mir ein paar weitere Punkte zur 5X (nachdem du den vorherigen Strecken-Syncen-über-App-Tipp dankbar angenommen hast 🙂 ), da du gesagt hast, dass nach 9 Stunden dein Akku leer ist: dies lässt sich durch ein paar kleine Änderungen um viele Stunden verlängern:
    >Erstens: nicht immer die Karte am Display haben während sie nicht benötigt wird, sondern einfach irgendeine AnzeigeSeite manuell hinzufügen, die sich nicht jede sekunde ändert (z.b. eine Seite mit Durchschnittswerten, durchschn.Puls, durchschn.Pace usw.), im Bedarfsfall einfach wieder eine Seite rüber zur Karte drücken.
    >Das Zweite ist, die Karte nicht nach dem Kompass drehen zu lassen, sondern immer genordet lassen. Ist ein immenser! Rechenaufwand für den Prozessor in der Uhr.
    Und jetzt stell dir vor: die Uhr berechnet die Kartendrehung bei jedem Armschwung!
    einstellungen-aktivitäten/apps-Laufen(z.b.)-karte-Ausrichtung Norden oben
    >Drittens, den Kompass deaktivieren. (einstellungen-sensoren-kompass-modus-aus)
    >Viertens: IQ-Felder. Falls du diese verwendest, solltest du wissen, dass sie auch sehr rechenintensiv sind. Fürs Training womöglich hilfreiche Zusatzinfos, aber für lange Läufe: deaktivieren.
    >Fünftens und sechstens: generell bei der Uhrzeitanzeige die Sekundenanzeige ausstellen, dann muss sich das Display nicht jede Sekunde ändern, und die Displaybeleuchtung auf „nach Sonnenuntergang“ und 5% für so wenig wie nötig Sekunden ändern.

    >Betreffend „Smart recording“ oder „1 second sampling“: dies ändert nur die Dateigröße und Auflösung beim Abspeichern des Tracks, jedoch keinerlei Änderung während der aktivität bzw. Akkulaufzeit.

    Hilfreiches Forum für die 5X: https://forums.garmin.com/forum/on-the-trail/wrist-worn/fenix-5x

    Falls du Unterstützung brauchst, wie die einzelnen Punkte auf der Uhr zu deaktivieren sind: gerne einfach hier nochmal nachfragen.

    Alles gute weiterhin, Christian! Und halt uns auf dem Laufenden! LG, Thomas

    • Hi, das sind super Tipps, danke !
      Werde ich testen und wenn du erlaubst einen eigenen Blogartikel dazu machen.

      Danke !

      Cd

      • Tom sagt:

        Aber gern doch! Wenn du willst, kannst du mich ja zu den einzelnen Punkten dann noch anschreiben falls Fragen auftreten, oder du willst, dass ich bestimmte Dinge parallel teste um die Stichprobe auf n=2 zu heben ^^ meine E-Mail Adresse hast du?
        Lg, Thomas

  2. regenfrau sagt:

    Klingt doch nach einem guten Plan! 🙂 Ich wünsche dir gute Beine und werde deine Vorbereitung hier ein wenig mitverfolgen!

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